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Wissen

FILTERKLASSEN

Filter Klassifizierungen:

Filterklassifizierungen dienen der Vergleichbarkeit und Standardisierung von Qualitäten. So sind für die Klassifizierungen standardisierte Testnormen und konzessionierte Prüfinstitute entstanden.
Es ist zu beachten, dass mit diesen Prüfungen die realen Verhältnisse in der Praxis nur annähernd nachgebildet werden können. Eine Aussage, wie sich der Filter im Praxiseinsatz  verhalten wird ist nur bedingt möglich.

filtex® führt  in jeder Filterklasse unterschiedlichste Filterqualitäten um ein Maximum an Filterleistung zu garantieren

Wegen der unterschiedlichen Anforderungen an die Filtertypen  für Luft, Flüssigkeiten.... habensich für die Bereiche verschiedenste Klassifizierungskriterien herauskristallisiert.

Weltweit sind auch die für die Regionen oder Branchen üblichen Standards zu berücksichtigen.

Weltweit gibt es unter anderem die folgenden wichtigen Verbände, welche Filterprüfnormen für Luftfilter festlegen:

  • ISO: International Organisation of Standardisation
  • ASHRAE: American Society of Heatin , Refrigeration and Air-Donditioning Engineers
  • IEST: Institute of Environmental Sciences an Technology
  • UL: Underwriters Laboratories, Versicherungsträgerlabors

Grobstaub und Feinstaub Luftfilter:

Die neue Prüfnorm ISO16890  soll mit Anfang 2017 veröffentlicht werden und in einer Übergangsfrist von 18 Monaten die EN779 ersetzen.
Neu, geschieht die Filterklassifizierung in Gruppen, welche sich auf Partikelgrößen beziehen. (ISO ePM1... ISO ePM2,5... ISO ePM10 ... ISO coarse)
Damit wird den von der WHO-Weltgesundheitsorganisation verwendeten Bewertungsgrößen für Umweltbelastung, Rechnung getragen.

Beispiel für Filterklassifizierung: ISO ePM2,5 80%.
Bedeutet, dass der Filter über 50% Wirkungsgrad für Partikel der Göße 2,5ym hat und tatsächlich für diese Paritkelgrößen ein mittlerer Wirkungsgrad von 80- 84% gemessen wurde.

Es ist noch nicht abzusehen, wie praxistauglich die ISO16890 tatsächlich ist und wie schnell sie sich tatsächlich durchsetzen wird. Der Planer kann auch die EN779 wie bisher der Auslegung nach eigenen Ermessen zu Grunde legen.

In der EN779 werden die Filter in Klassen von G1 bis F9 eingeteilt. Grobstaubfilter bis G4 werden nach einem mittleren Abscheidegrad (gravimetrisch) mit Staubbeladung bis 250Pa und  Filterklassen M5 bis F9 nach einem mittleren Wirkungsgrad (Partikelzähler) mit Staubbeladung bis 450Pa bestimmt.

 

 

EPA/HEPA/ULPA Luftfilter:

Schwebstoffilter E10(H10)-U17 werden nach der Norm EN1822 klassifiziert.
Bei diesen Filtern werden Anfangsabscheidegrade ermittelt. 

Der Filter wird mit DEHS Prüfaerosol belastet und mit dem Partikelzähler an der Reinluftseite abgescannt. Der Abscheidegrad wird über den Durchlassgrad der MPPS ermittelt. (Most Penetrating Particle sice, in der Größe zwischen 0,1 und 0,3ym) (Siehe hierzu auch unter "REINRAUMTECHNIK")
Schwebstoffilter erhalten in der Regel eine Einzelprüfung.

Staubfilter - Entstaubungsgeräte:

Die Filter werden nach Verwendungskategorien (U,S,G,C...) eingeteilt.
Die Kategorie sagt, welche max. Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) mit diesen Filtern erreicht werden kann.

Der MAK-Wert ist die Mittlere Arbeitsplatz Konzentration, definiert als mittlere Konzentration eines Schadstoffes (in Milligramm) in der Luft ( in Kubikmetern) am Arbeitsplatz (mg/m³)

Entstaubungsgeräte und Maschinen werden von regionalen entsprechenden Stellen (z.B: BIA in Deutschland) geprüft und für Gefahrenstaubklassen zugelassen. 

Filterschaum:

Die Feinheit von Filterschaum wird üblicherweise durch die Angabe von PPI (Pores Per Inch) angegeben.
60PPI bedeutet also 60 Poren auf 25,4mm

 

  • Filtervlies, Flüssigkeitsfilter, Industriefilter:

    Die Feinheit von Industriefiltern,Filtervliesen und Flüssigkeitsfiltern wird üblicherweise  durch die Angabe der Porengrößen (Durchlassgröße in ym) angegeben.
    Daneben können spezielle Anwendungseigenschaften für die Auswahl oder Einteilung entscheidend sein.